Ferrara – Imperiale – Bombelli

Chirurgische Eingriffe in Bozen

In der Praxis für Allgemeinchirurgie Ferrara Imperiale Bombelli wird eine breite Palette an allgemeinchirurgischen Eingriffen in Bozen geboten, die alle in der Tagesklinik durchgeführt werden. Dank der Spezialisierung der drei Chirurgen und ihrer langjährigen Erfahrung sind Sie hier in besten Händen. Alle Behandlungspläne und Eingriffe werden für den jeweiligen Patienten, dessen Besonderheiten und Bedürfnisse maßgeschneidert, sodass Sie sich darauf verlassen können, stets die beste Lösung angeboten zu bekommen.

Proktologie und Pathologien des Beckenbodens

Gerade bei so heiklen, intimen Beschwerden liegt der Erfolg der Behandlung zunächst in einem ausführlichen Gespräch mit dem Patienten und im Zuhören.
Darauf aufbauend wird ein tragfähiger Kompromiss zwischen den Wünschen des Patienten und möglichen Behandlungs- und Therapiemethoden gesucht. Oder kurz: Jede Behandlung wird maßgeschneidert.
So gleicht auch keine Behandlung der anderen, die Behandlungs- und Therapiepläne werden individuell an den Zustand und die Bedürfnisse der Patienten angepasst.

Anorektale und Beckenboden-Pathologien erfordern einen multidisziplinären Ansatz. Das bedeutet: Die Zusammenarbeit zwischen Kolorektalchirurgen, Urologen, Gynäkologen, Neurochirurgen, Orthopäden, Physiotherapeuten und Osteopathen ist unerlässlich.

Es ist wichtig zu verstehen, dass es enge funktionelle und anatomische Verbindungen zwischen den Organen des Beckenbodens, des Beckens und der Wirbelsäule gibt. Sind diese Verbindungen gestört, äußert sich dies in Beeinträchtigungen der anorektalen Funktion oder auch in Schwierigkeiten beim Wasserlassen. Solche Symptome treten auch dann auf, wenn keine sichtbaren Erkrankungen der Organe vorliegen. In solchen Fällen sind oft oszeofasziale Pathologien die Ursache, also Pathologien, die Knochen und Bindegewebshüllen betreffen.
Unsere Arbeit im Team garantiert dabei, dass stets der Patient im Mittelpunkt steht und sich die Behandlung nach seinem ganz individuellen Befinden und seinen Bedürfnissen richtet.

Die proktologische Untersuchung
Die proktologische Untersuchung beginnt mit einem eingehenden Gespräch, bei dem möglichst viele Informationen gesammelt werden. Dabei geht es vor allem um die für die Anamnese wichtigen Daten und darum, ein möglichst exaktes Bild von den Funktionsstörungen zeichnen zu können.

Der nächste Schritt besteht dann aus der eigentliche Untersuchung, für die der Patient auf der linken Seite liegend auf einer Liege Platz nimmt. So kann der Arzt den Rektalbereich untersuchen und mit Hilfe einer Anoskopie auch den Analkanal sichtbar machen.

Die Untersuchungen sind schmerzfrei, liefern aber ein klares Bild und damit die Grundlage für eine objektive Diagnose durch den Spezialisten. Diese bildet wiederum die Grundlage jeder weiteren Behandlung.

Beurteilung der Bauchdecke

Die Bauchdeckenchirurgie zielt auf eine vollständige Reparatur und darauf, dass alle Funktionen wieder uneingeschränkt übernommen werden können. Sie bedient sich dabei moderner Rekonstruktionsverfahren, mit denen Form und Funktion der durch einen Leistenbruch geschädigten Wand wiederhergestellt werden können.

Solche chirurgischen Eingriffe fallen damit weder in den Bereich der ästhetischen noch der plastischen Chirurgie, sondern zielen auf eine vollständige Wiederherstellung der Bauchdecke, die für Herz und Kreislauf, Atmung und das Funktionieren der Wirbelsäule zentral ist.

In den Bereich der Bauchdeckenchirurgie fällt die Reparatur einfacher Läsionen, etwa von Nabel-, Epigastrium-, Leisten- und Oberschenkelbrüchen, aber auch die Reparatur ausgedehnter Schäden der gesamten Bauchdecke mit Hilfe synthetisch oder biologisch gewonnener Prothesen.

Hämorrhoiden

Die meisten Menschen glauben, Hämorrhoiden seien eine Krankheit, dabei sind sie Teil der normalen menschlichen Anatomie.

Dieses Missverständnis ist darauf zurückzuführen, dass wir von Hämorrhoiden immer nur im Zusammenhang mit Beschwerden hören. In Wirklichkeit leisten sie ihren Beitrag zur Stuhlkontinenz und tun dies solange im Verborgenen, bis etwas nicht mehr funktioniert.

Hämorrhoiden sitzen innen am Eingang des Analkanals und bilden aus physiologischer Sicht eine Ringdichtung, die mit Hilfe eines automatischen Füllsystems und in Zusammenarbeit mit dem Schließmuskel den Kanal zusammenziehen, wann immer der Bauchdruck steigt. So wird verhindert, dass ungewollt Gase oder Stuhl austreten.

Wie alle Teile unseres Körpers können auch die Hämorrhoiden „krank“ werden. Allerdings ist es meist schwierig, diese „Erkrankung“ zu diagnostizieren, weil die Symptome nicht spezifisch sind oder besser: sie sind nicht exklusiv dieser Ursache zuzuordnen.

Symptome wie Blutungen, Jucken, Schmerzen, das Gefühl eines feuchten Anus oder Kontinenzstörungen können auch andere Ursachen haben und sogar Symptome schwerwiegender anorektaler Erkrankungen sein.

Schon allein deshalb ist es wichtig, eine sichere, qualifizierte und schnelle Diagnose zu stellen. Auf diese aufbauend wird danach die geeignete Therapieform gewählt, sodass den Patienten unnötiges Leid erspart und keine Zeit verloren wird. Nur so kann der Patient, der selbst nicht imstande ist, seine Beschwerden einzuordnen, beruhigt werden.
Gerade solche Pathologien präsentieren sich äußerst unterschiedlich, jeder Patient ist in einer ganz eigenen Situation, an die die chirurgische und medikamentöse Therapie angepasst werden muss.

Die Erfahrung zeigt, dass nur jeder zehnte in einer proktologischen Praxis untersuchte Patient auch wirklich einen chirurgischen Eingriff braucht. Deshalb ist die Frage nach der bestmöglichen Behandlungsmethode auch so wichtig. Und die Antwort auf diese Frage ist einfach, auch wenn die weite Welt des Internets oft anderes suggeriert. Die beste Behandlung ist eine, die mit minimalem Risiko die höchstmögliche Effizienz und einen nachhaltigen Erfolg verspricht. Für Patienten, die einen chirurgischen Eingriff benötigen, heißt dies: dieser Eingriff muss einmalig und definitiv sein.

Wichtig zu wissen zu wissen ist zudem, dass die wissenschaftlichen Leitlinien für chirurgische Eingriffe im Analbereich unterschiedliche Techniken zulassen, die wiederum vom jeweiligen Zustand und vom Einsatzbereich abhängen. Grundsätzlich liefert heute – betrachtet man Sicherheit und Nachhaltigkeit – eine geschlossene oder halb-geschlossene Hämorrhoidektomie nach den Methoden Milligam-Morgan oder Ferguson die besten Ergebnisse. Dabei kommen moderne radiofrequenz-Skalpelle zum Einsatz, die nicht nur beste Sicht auf den Operationsbereich zulassen, sondern auch höchste Präzision garantieren, sodass die Operationszeiten verkürzt und die postoperativen Schmerzen signifikant verringert werden können.

Ende der 1990er-Jahre hat vor allem die Hämorrhoidopexie nach Longo Schlagzeilen gemacht, in den letzten Jahren ist man von dieser Behandlungsmethode aber nach und nach abgerückt, weil das Risiko technikbedingter Komplikationen hoch und der Einsatzbereich extrem limitiert ist.

Nicht-resektive Techniken, etwa THD, HALDoppler oder weniger teure Alternativen wie HPS können in bestimmten Situationen durchaus denkbare Lösungen sein, sie garantieren aber kaum Nachhaltigkeit über die Zeit, sodass das Rückfallrisiko bei rund 30 Prozent liegt.

Diese kurze Aufzählung verschiedener Behandlungsmethoden soll eigentlich nur aufzeigen, wie wichtig nach der Diagnose das eingehende Gespräch zwischen Arzt und Patienten ist. In diesem werden alle Möglichkeiten besprochen und alle Behandlungsmethoden erläutert, damit gemeinsam und in aller Sicherheit und Ruhe eine Entscheidung getroffen werden kann.

Beckenboden-Rehabilitation

Jede Behandlung des Beckenbodens muss die Komplexität dieser anatomischen Region berücksichtigen, die bis heute eine jener ist, die am wenigsten verstanden wird. Der Beckenboden bildet ein funktionales Scharnier zwischen Wirbelsäule, Becken und unteren Gliedmaßen. Mit dem Beckenboden eng verbunden ist dabei der gesamte Genital- und Rektalbereich. Diese enge Verbindung sorgt dafür, sodass jede Veränderung der Statik und Dynamik von Wirbelsäule, Becken und unteren Gliedmaßen mit großer Wahrscheinlichkeit auch auf Faszien und Muskeln des Beckenbodens ausstrahlt, was wiederum die Harn- und Stuhlfunktion beeinträchtigt.

So ist erklärbar, dass ein Patient mit Rückenschmerzen eine rezidivierende Blasenentzündung oder Hämorrhoiden-Beschwerden haben kann. Und ebenfalls zu erklären ist, dass Beschwerden in der Kreuzbeinregion oder der Horizontalmuskulatur des Beckenbodens als Erkrankungen des Damm- oder Rektalbereichs fehlinterpretiert werden können.

All dies zeigt, wie wichtig eine eingehende, möglichst präzise Diagnose ist, in die Urologen, Orthopäden, Neurochirurgen und Gastroenterologen einbezogen werden. Und all dies zeigt auch, wie wichtig eine Rehabilitation ist, an der Osteopathen und Physiotherapeuten mitwirken und in der moderne Verfahren wie die Elektrotherapie oder das Biofeedback zum Einsatz kommen.

Arthrose und Endoprothetik

Die Hüftarthrose
Die Hüfte ist das größte Gelenk unseres Körpers. Sie trägt unser gesamtes Körpergewicht und ermöglicht uns, aufrecht zu gehen. Die Belastung, der das Gelenk ausgesetzt ist, kann allerdings dazu führen, dass es mit der Zeit verschleißt. Bemerkbar macht sich ein solcher Verschleiß durch Einschränkungen alltäglicher Bewegungen, etwa wenn es darum geht, Socken und Schuhe anzuziehen oder aus dem Auto auszusteigen, sowie durch immer größere Schwierigkeiten beim Gehen. Nach und nach wird man zum Invaliden.

Eine Hüftgelenksarthrose macht sich meist in fortgeschrittenem Alter bemerkbar. Ursache dafür ist die Alterung des Gelenkknorpels (primäre Arthrose). Ein Verschleiß des Hüftgelenks kann sich jedoch immer häufiger schon in jüngerem Alter manifestieren, etwa aufgrund angeborener Fehlstellungen (Dysplasien), als Folge erworbener Deformitäten, nach einer Knochennekrose oder als Folgeschaden eines Traumas (so genannte sekundäre Arthrosen).
Im Anfangsstadium wird eine Hüftgelenksarthrose meist physiotherapeutisch, medikamentös oder mit Hilfe von Infiltrationen behandelt. All diese konservativen Behandlungen zielen auf eine Linderung der Symptome.
Wenn diese Methoden keine Wirkung mehr zeitigen, bietet ein Hüftgelenksersatz eine Alternative, die für eine nachhaltige Behebung der Beschwerden sorgt. Nach einem solchen Eingriff kann der Patient wieder ein Leben in Bewegung führen.

Im linken Foto erkennt man eine weitreichende Bewegungseinschränkung: der Arm kann wegen einer Schulterarthrose nicht mehr zum Hinterkopf gehoben werden. Das Foto rechts zeigt dieselbe Patientin nach dem Eingriff, bei dem das Gelenk ersetzt wurde. Der Arm ist nun wieder voll bewegungsfähig.

Die Schulterarthrose
Eine Schulterarthrose (Omarthrose) verursacht meist nicht nur Schmerzen, sondern schränkt auch die Bewegungsfähigkeit der oberen Gliedmaßen nachhaltig ein. Diese Einschränkung geht mit Schwierigkeiten bei der Verrichtung alltäglicher Aktivitäten einher, etwa der Körperpflege (sich waschen, kämmen usw.). Auch die Möglichkeit, Gegenstände über Kopf zu greifen, wird zunehmen erschwert. Eine Schulterarthrose äußert sich oft erst Jahre nach gelenknahen Knochenbrüchen, Luxationen oder Rupturen der Schultersehnen (Rotatorenmanschette).

Die Kniearthrose
Schmerzen und Schwellungen sind meist die ersten Anzeichen einer Kniearthrose, dazu kommen mitunter markante Fehlstellungen der unteren Extremitäten. All dies schränkt die Bewegungsfreiheit ein, macht das Gehen schwierig und oft sogar eine Nutzung des betroffenen Beines gänzlich unmöglich. In den meisten Fällen erstreckt sich eine Arthrose über das gesamte Gelenk, manchmal ist eine Kniearthrose aber auch nur auf Teilbereiche des Gelenks beschränkt. Man spricht dann von einer monokompartimentellen Arthrose, die vor allem jüngere Menschen betrifft. In solchen Fällen wird meist nur der beschädigte Teil des Gelenks ersetzt, und zwar durch eine monokompartimentelle Prothese, während der gesunde Teil des Kniegelenks erhalten wird.

Die Bilder zeigen einen Patienten mit einer ausgeprägten beidseitigen Fehlstellung zwischen Ober- und Unterschenkel. Im linken Bild erkennt man die Situation vor dem Eingriff, rechts ist die Situation nach dem Eingriff zu sehen. Bei diesem wurden das Kniegelenk im rechten Bein ersetzt und die Fehlstellung des Beines korrigiert. Der Patient wartet derzeit auf denselben Eingriff auch am linken Bein.

Ein chirurgischer Gelenksersatz behebt die Beschwerden der Patienten definitiv, allerdings steht der Eingriff meist am Ende einer mehr oder weniger langen Phase konservativer Behandlung. Zudem ist die Entscheidung eine weitreichende, sodass die Patienten eingehend darüber nachdenken, vor allem aber den für sie geeigneten Arzt finden müssen.

Grundsätzlich zielt der Gelenksersatz auf die komplette Beseitigung der Schmerzen, auf das Wiedererlangen der vollen Bewegungsfreiheit und Stabilität sowie auf einen möglichst lange anhaltenden Erfolg.
Die Erfolgsaussichten hängen dabei natürlich vom Gelenk ab, das es zu ersetzen gilt. Schließlich sind Hüft-, Schulter- und Kniegelenk anatomisch durchaus unterschiedlich und auch die Auswirkungen der Arthrose darauf verschieden. Auch die Funktionen der Gelenke unterscheiden sich grundlegend. Zudem ist in die Erfolgsformel auch der Zustand des jeweiligen Patienten und des zu operierenden Gelenkes einzubauen. All diese Faktoren müssen sich Chirurg und Patient vor Augen halten, wenn es darum geht, die realistischen Erfolgsaussichten zu bewerten und die Erwartungen entsprechend auszurichten. Auch gilt es, die Patienten davon zu überzeugen, wie wichtig die Phase nach der Operation ist und wie stark der Einsatz des Patienten in der Rehabilitation die Erfolgsaussichten beeinflusst. Die Reha wird selbstverständlich von Physiotherapeuten begleitet, die die Patienten schrittweise und abhängig vom jeweiligen Zustand langsam wieder an eine größtmögliche Bewegungsfreiheit heranführen.

Vor der Operation wird jeder einzelne Patient deshalb umfassend über die Erfolgsaussichten aufgeklärt, es wird erläutert, was sich der Patient von der OP erwarten kann, welche Nebenwirkungen und Komplikationen eventuell auftreten können und was in der Phase der Rehabilitation auf den Patienten zukommt.

In alledem kommt Dr. Marco Bombelli seine langjährige Erfahrung zugute, die er in eine möglichst detaillierte und umfassende Beratung der Patienten einfließen lässt. In diesen Gesprächen kommen selbstverständlich auch die Patienten selbst ausführlich zu Wort, die Fragen stellen, Hinweise anbringen und Zweifel, Sorgen und Ängste äußern können. Jeder einzelne Fall ist demnach ein ganz individueller, wobei sich das Ziel nicht ändert: den bestmöglichen Behandlungs- und Therapieplan für jeden einzelnen Patienten zu entwickeln.

In die Entwicklung des Behandlungs- und Therapieplans wird das gesamte Team von Spezialisten einbezogen, das Dr. Bombelli über die Jahre um sich geschart hat. Dieses Team kümmert sich um die präoperative Vorbereitung des Patienten und informiert ihn vorab und detailliert darüber, was ihn in der postoperativen Phase erwartet. Sollte die Arthrose zudem über die Zeit manifeste Haltungsschäden in benachbarten anatomischen Bereichen verursacht haben, werden diese schon vor der Operation gezielt behandelt, damit der Gesamtzustand des Patienten verbessert werden kann, bevor der Eingriff zum Gelenksersatz überhaupt stattfindet.

Hüftchirurgie in Bozen

Hüftschmerzen
Eine Hüftarthrose, im Fachjargon Coxarthrose genannt, wird im Anfangsstadium meist konservativ behandelt. Das heißt, dass verschiedenste Methoden einer gezielten Physiotherapie ebenso zum Einsatz kommen wie eine medikamentöse Behandlung. Neben verschiedenen Medikamenten setzt man dabei auch auf Infiltrationen, also etwa die ultraschallgeleitete Injektion von Hyaluronsäure oder Cortisonpräparaten in das betroffene Gelenk. Allerdings beheben diese Behandlungsmethoden nicht die Ursache, also die Hüftarthrose, sondern lindern nur die Symptome. Und sollten sie nicht mehr wirksam sein, wird auf die Hüftgelenkschirurgie zurückgegriffen, das betroffene Gelenk also chirurgisch durch eine Prothese ersetzt. In diesem Fall wird das Problem definitiv behoben, der Patient kehrt in ein Leben in Bewegung zurück.

Hüftoperationen in Bozen
Die moderne endoprothetische Hüftchirurgie beschränkt sich nicht auf den reinen Ersatz des geschädigten Gelenks, sondern zielt auch auf dessen biomechanische Rekonstruktion. Mit dieser verfolgt man wiederum das Ziel, die Gelenksfunktion in kürzest möglicher Zeit und möglichst vollständig wiederherzustellen und zu optimieren.

Vor diesem Hintergrund kommt der präoperativen Planung eine ganz entscheidende Rolle zu. Schließlich geht es darum, den idealen Prothesentyp und dessen optimale Form zu bestimmen, mit denen das ursprüngliche Gelenk selbst in den schlimmsten Fällen (etwa jenem, der aus den Röntgenbildern ersichtlich wird) möglichst detailliert nachempfunden werden kann. Dies verbessert die Biomechanik und damit auch die Aussichten auf eine vollständige Wiederherstellung der Gelenksfunktion.

Unterschiedliche Prothesendesigns und der Einsatz immer ausgefeilterer Materialien ermöglichen einen immer besseren Sitz der Prothese im Knochen, was wiederum dazu führt, dass die Lebensdauer der Prothese entscheidend verlängert werden kann.

Neben der Prothesen- hat auch die chirurgische Technik enorme Fortschritte gemacht. Die angewandten Methoden sind immer weniger invasiv und zielen immer stärker auf die Erhaltung von Gewebe (tissue sparing surgery). So müssen Muskeln und Sehnen nicht mehr durchtrennt, sondern können während des Eingriffs zur Seite geschoben werden. Das beschleunigt und erleichtert die Rehabilitation nach dem Eingriff entscheidend, auch weil es kaum noch Bewegungseinschränkungen gibt.

Gibt es keine medizinischen Kontraindikationen, erfolgt der Eingriff über kosmetisch gefällige Hautschnitte (Bikini-Schnitt), sodass diese Operationstechnik nicht nur medizinisch enorme Vorteile bringt, sondern auch ästhetisch kaum Folgen zeitigt.

Die roboterunterstützte Chirurgie ist derzeit zudem die modernste und beste Möglichkeit, die Präzision der präoperativen Planung und eine bestmögliche Positionierung der Prothese während des Eingriffs zu kombinieren.

Schon vor der Operation werden die Patienten von den Rehaspezialisten übernommen, damit sie schon im Vorfeld über genaue Informationen zum postoperativen Verlauf verfügen – von den ersten kontrollierten Schritten mit Hilfe von Krücken bis hin zu allen folgenden Therapieschritten. In manchen Fällen kann sich im Vorfeld der Operation auch eine physiotherapeutische oder osteopathische Abklärung als sinnvoll erweisen, um die Operation in bestmöglicher körperlicher Verfassung angehen zu können.

Unmittelbar nach der Operation werden die Patienten gezielt schmerzbehandelt, damit sie schnellstmöglich wieder auf den Beinen sind und umgehend erste Rehaschritte angehen können – und zwar vollständig schmerzfrei. Diese Behandlung und die Begleitung durch die Rehaspezialisten zieht sich vom ersten Tag nach der Operation bis zur Entlassung.

Auch nach der Entlassung werden die Patienten engmaschig ambulant betreut, wobei das Therapieprogramm individuell auf den einzelnen Patienten abgestimmt wird. Zum Programm gehört eventuell auch der Einsatz einer gezielten Wassergymnastik (Hydrokinesiotherapie).

Endoprothetische Schulter- und Knieoperationen in Bozen

Schulterprothesen
Schulterarthrosen treten oft Jahre nach Brüchen gelenksnaher Knochen, Luxationen oder alter Sehnenrupturen der Rotatorenmanschette auf.

Die daraus resultierenden Schmerzen sind oft mit einem erheblichen Verlust der Bewegungsfreiheit und einem Funktionsdefizit der oberen Extremitäten verbunden. Alltägliche Bewegungsabläufe, etwa die Körperpflege (waschen, kämmen usw.) fallen dann schwer, auch das Greifen von Gegenständen über Kopf ist nicht oder nur eingeschränkt möglich. Wenn medikamentöse, infiltrative, physiotherapeutische und/oder osteopathische Behandlungen an ihre Grenzen stoßen, ist der Gelenksersatz die einzige Möglichkeit, die Gelenksfunktion wiederherzustellen und die Schmerzen signifikant zu lindern.

Ein Gelenksersatz kann auch nach einer Fraktur des Oberarmkopfes (Foto) notwendig werden, und zwar dann, wenn die Schwere der Verletzungen andere Behandlungen ausschließt oder das Komplikationsrisiko zu groß werden lässt.

Und auch wenn man von „Gelenksersatz“ spricht, so geht es in der modernen endoprothetischen Chirurgie nicht nur um den reinen Ersatz, sondern vielmehr darum, die Funktion des betroffenen Gelenks bestmöglich wiederherzustellen. Dies ist dank verschiedener Prothesendesigns möglich, die sich nach der jeweiligen Pathologie richten (traditionelle anatomische Prothesen oder solche mit kurzem Stift, komplette oder partielle Prothesen, inverse Prothesen), sowie dank der Verwendung immer ausgefeilterer Materialien.

Knieprothesen
Eine Kniearthrose kann das gesamte Kniegelenk betreffen oder auch nur Teile desselben (monokompartimentelle Arthrose). Sind nur Teile betroffen und hält sich die Fehlstellung der Gliedmaßen in Grenzen, kann auch nur der geschädigte Teil des Gelenks durch eine monokompartimentelle Prothese ersetzt werden (siehe Foto).

Erstreckt sich die Arthrose dagegen auf das gesamte Gelenk oder ist die Fehlstellung ausgeprägt, wird das ganze Gelenk ersetzt, also eine komplette Prothese eingesetzt.

Die roboterunterstützte Chirurgie ist derzeit die modernste und beste Möglichkeit, die Präzision der präoperativen Planung und eine bestmögliche Positionierung der Prothese während des Eingriffs zu kombinieren (siehe eigenes Kapitel).

Nach dem Eingriff wird der Patient von den Physiotherapeuten übernommen, die ihn bei der Mobilisierung unterstützen, ihm beim Gehen in der Ebene und auf Stiegen begleiten und ihn schrittweise wieder an eine vollständige Mobilität heranführen.

Auch nach der Entlassung werden die Patienten engmaschig ambulant betreut, wobei das Therapieprogramm individuell auf den einzelnen Patienten abgestimmt wird. Zum Programm gehört eventuell auch der Einsatz einer gezielten Wassergymnastik (Hydrokinesiotherapie).

Die Rehaspezialisten sind auch schon vor der Operation für die Patienten da, damit diese schon im Vorfeld über genaue Informationen zum postoperativen Verlauf verfügen. In manchen Fällen kann sich im Vorfeld der Operation auch eine physiotherapeutische oder osteopathische Abklärung als sinnvoll erweisen, um die Operation in bestmöglicher körperlicher Verfassung angehen zu können.

Hüftprothetik und

Revisionseingriffe in Bozen

Schulterprothesen

Schulterarthrosen treten oft Jahre nach Brüchen gelenksnaher Knochen, Luxationen oder alter Sehnenrupturen der Rotatorenmanschette auf.

Die daraus resultierenden Schmerzen sind oft mit einem erheblichen Verlust der Bewegungsfreiheit und einem Funktionsdefizit der oberen Extremitäten verbunden. Alltägliche Bewegungsabläufe, etwa die Körperpflege (waschen, kämmen usw.) fallen dann schwer, auch das Greifen von Gegenständen über Kopf ist nicht oder nur eingeschränkt möglich. Wenn medikamentöse, infiltrative, physiotherapeutische und/oder osteopathische Behandlungen an ihre Grenzen stoßen, ist der Gelenksersatz die einzige Möglichkeit, die Gelenksfunktion wiederherzustellen und die Schmerzen signifikant zu lindern.

Ein Gelenksersatz kann auch nach einer Fraktur des Oberarmkopfes (Foto) notwendig werden, und zwar dann, wenn die Schwere der Verletzungen andere Behandlungen ausschließt oder das Komplikationsrisiko zu groß werden lässt.

Und auch wenn man von „Gelenksersatz“ spricht, so geht es in der modernen prothesischen Chirurgie nicht nur um den reinen Ersatz, sondern vielmehr darum, die Funktion des betroffenen Gelenks bestmöglich wiederherzustellen. Dies ist dank verschiedener Prothesendesigns möglich, die sich nach der jeweiligen Pathologie richten (traditionelle anatomische Prothesen oder solche mit kurzem Stift, komplette oder partielle Prothesen, inverse Prothesen), sowie dank der Verwendung immer ausgefeilterer Materialien.

Knieprothesen

Eine Kniearthrose kann das gesamte Kniegelenk betreffen oder auch nur Teile desselben (monokompartimentelle Arthrose). Sind nur Teile betroffen und hält sich die Fehlstellung der Gliedmaßen in Grenzen, kann auch nur der geschädigte Teil des Gelenks durch eine monokompartimentelle Prothese ersetzt werden (siehe Foto).
Erstreckt sich die Arthrose dagegen auf das gesamte Gelenk oder ist die Fehlstellung ausgeprägt, wird das ganze Gelenk ersetzt, also eine komplette Prothese eingesetzt.
Die roboterunterstützte Chirurgie ist derzeit die modernste und beste Möglichkeit, die Präzision der präoperativen Planung und eine bestmögliche Positionierung der Prothese während des Eingriffs zu kombinieren (siehe eigenes Kapitel).

Nach dem Eingriff wird der Patient von den Physiotherapeuten übernommen, die ihn bei der Mobilisierung unterstützen, ihm beim Gehen in der Ebene und auf Stiegen begleiten und ihn schrittweise wieder an eine vollständige Mobilität heranführen.

Auch nach der Entlassung werden die Patienten engmaschig ambulant betreut, wobei das Therapieprogramm individuell auf den einzelnen Patienten abgestimmt wird. Zum Programm gehört eventuell auch der Einsatz einer gezielten Wassergymnastik (Hydrokinesiotherapie).

Die Rehaspezialisten sind auch schon vor der Operation für die Patienten da, damit diese schon im Vorfeld über genaue Informationen zum postoperativen Verlauf verfügen. In manchen Fällen kann sich im Vorfeld der Operation auch eine physiotherapeutische oder osteopathische Abklärung als sinnvoll erweisen, um die Operation in bestmöglicher körperlicher Verfassung angehen zu können.

Roboterunterstützte Endoprothetik in Bozen

Warum greift man in der Chirurgie auf Roboter zurück?
Die roboterunterstützte Chirurgie wurde im Bereich der Hüftprothesen erstmals 2011 in den Vereinigten Staaten eingesetzt. Der neue Weg wurde beschritten, obwohl die Hüftendoprothetik bereits eine sehr zuverlässige Operation mit außergewöhnlich hohen Erfolgsquoten ist. Trotzdem: Das Bedürfnis nach Operationsmethoden, die auch in schwierigen Fällen erfolgversprechend funktionieren, hat zur Suche nach immer neuen technologischen Hilfsmitteln geführt, mit denen noch präziser gearbeitet werden kann. Die computergestützte Chirurgie verspricht genau das und ist heute jene Methode, mit der sich eine genaue Planung von Größe und Positionierung der einzelnen Prothesenkomponenten, eine präzise Durchführung des Eingriffs und eine intraoperative Kontrolle am besten kombinieren lassen. So können alle biomechanischen Parameter (Drehpunkt, korrekte Muskelspannung, korrekte Länge der Extremität) zuverlässig beeinflusst werden, um danach ein optimales Funktionieren des Gelenks zu garantieren.

Wie verläuft eine roboterunterstützte Hüftoperation?
Die Grundlage einer computerunterstützten Operation zum Einsatz einer Hüfttotalprothese bildet eine Software, die die CT-Bilder auswertet, die in den Monaten vor der Operation vom Patienten gemacht wurden. Aus dieser Auswertung entsteht ein virtuelles dreidimensionales Modell der Hüfte, das dem Chirurgen hilft, die beste Auswahl an Prothesenkomponenten zu treffen und deren optimale Positionierung zu planen. Dabei kann der Chirurg die Komponenten und Positionierungen im Modell ändern, die Software liefert ihm dazu die notwendigen Daten zu allen relevanten biomechanischen Parametern, und zwar noch lange vor dem eigentlichen Eingriff.
Während der Operation füttert der Chirurg den Roboter mit weiteren Daten, und zwar mit Hilfe von Sensoren, die an strategischen anatomischen Strukturen im Operationsfeld angebracht werden. So vervollständigt, ergibt sich das endgültige Modell, das nach der Validierung dem Roboter übermittelt wird.

Der Chirurg führt dann manuell, aber computerunterstützt die Resektion des Oberschenkelhalses durch, bereitet den Prothesenkopf am Oberschenkelknochen vor und testet diesen. Erst dann greift auch der Roboter ein. Dafür wird eine zuvor ausgesuchte Fräse auf einen mechanischen Arm montiert, die vom Roboter geführt genau dort ansetzt, wo sie laut dem zuvor definierten Modell angesetzt werden muss. So entsteht der Sitz für die Hüftpfanne, die ebenfalls mit Hilfe des Roboters angebracht wird, damit die Verbindung zwischen Prothese und Knochen perfekt ist. Nun können das Funktionieren der vorerst provisorischen Prothese getestet und alle zuvor definierten Parameter (Länge der Gliedmaßen, Stabilität der Komponenten, Muskelspannung usw.) kontrolliert werden. Nur wenn alles stimmt, wird die provisorische Oberschenkelkomponente der Prothese durch die definitive ersetzt.

Was bringt die Roboterunterstützung?
Die Roboterunterstützung ermöglicht, die beiden Grundlagen einer modernen endoprothetischen Chirurgie bestmöglich zu vereinen: akkurate Planung und höchste Präzision in der Umsetzung. So gelingt es dank der roboterunterstützten Chirurgie, eventuelle Fehler bei der Positionierung und Ausrichtung der einzelnen Komponenten der Prothese signifikant zu reduzieren. Dies vor allem dann, wenn das Sichtfeld des Chirurgen – etwa bei markanten Fehlstellungen – verstellt ist. Zugleich ermöglicht es die roboterunterstützte Chirurgie, während des gesamten Eingriffs jene biomechanischen Parameter unter Kontrolle zu halten, die für ein korrektes und dauerhaftes Funktionieren der Prothese zentral sind.

Vorteile für den Patienten
Die computer- und roboterunterstützte Chirurgie garantiert, dass der Eingriff genauso durchgeführt wird, wie er geplant war und daher zu einer möglichst optimalen Wiederherstellung der Gelenkfunktion führt. Zudem senkt die Unterstützung das Fehlerrisiko gegenüber einer traditionellen Operation signifikant.

Sind alle Prothesenkomponenten korrekt und präzise positioniert und ausgerichtet, hat der Patient das Gefühl, sein Gelenk sei stabil und funktioniere biomechanisch effizient. Dies trägt wiederum zu einer schnellen und uneingeschränkten Rehabilitation bei und lässt den Patienten über die Jahre vergessen, dass hier ein künstliches Gelenk am Werk ist. Zugleich wird das Risiko minimiert, das suboptimal positionierte Prothesen mit sich bringen. Reiben diese aneinander, verursacht dies nicht nur störende Geräusche, meist ein Quietschen, sondern auch einen weit schnelleren Verschleiß, weshalb ein eventueller Revisionseingriff sehr viel eher vorgenommen werden muss.
Der postoperative Verlauf unterscheidet sich dagegen kaum von jenem nach einem traditionellen gewebeschonenden (minimalinvasiven) chirurgischen Eingriff. Schon am Tag nach der Operation darf der Patient – zunächst mit Hilfe von Krücken – aufstehen und danach das operierte Bein nach und nach stärker belasten. Die Dauer des Klinikaufenthalts richtet sich nach der Fähigkeit des Patienten, alltägliche Bewegungsabläufe nachzuvollziehen, beläuft sich erfahrungsgemäß aber auf rund eine Woche. Auf die Entlassung folgt eine Phase der ambulanten Betreuung, die rund vier Wochen dauert.

Wer kann sich einer computerunterstützten Operation unterziehen?
Diese Operationsmethode eignet sich für alle Patienten, die unter einer Hüftarthrose leiden, allerdings ist die Methode derzeit nicht auf Revisionseingriffe ausgelegt. Es gibt keinerlei Altersgrenzen, auch wenn eine ausreichende Knochendichte vorausgesetzt werden muss. Reicht diese nicht aus, muss auf eine zementierte Prothese gesetzt werden.
Vorteile der roboterunterstützten Chirurgie
·        Exakte Positionierung und Ausrichtung aller Prothesenkomponenten
·        Wiederherstellung eines optimalen Drehpunkts und aller anderen biomechanischen Parameter, die ein schnelles Wiedererlangen der Gelenkfunktion ermöglichen
·        Wiederherstellung der korrekten Länge des Beines und Korrektur eventuell vorhandener Fehlstellungen
·        Verkürzung des Klinikaufenthaltes
·        Verringerung des Schmerzmittelbedarfs

Totalprothesen des Kniegelenks

mit roboterunterstützter Operation in Bozen

Warum eine Roboterunterstützung?
Anders als bei endoprothetischen Eingriffen an anderen großen Gelenken (etwa der Hüfte) führt der Totalersatz des Kniegelenks nach der traditionellen Methode nicht immer zu den Ergebnissen, die sich Chirurg und Patient gewünscht hätten. Der Grund dafür liegt in der schwierigen Suche nach einem Kompromiss zwischen der Korrektur vorhandener Fehlstellungen, der Korrektur damit verbundener Instabilitäten der Sehnen und der biomechanisch korrekten Positionierung der Prothese.

Mit der Unterstützung durch den Roboter können kleine Ungenauigkeiten bei der Positionierung der Prothese in anatomisch besonders schwierigen Fällen weitgehend ausgeschlossen werden. Gerade diese sind allerdings die häufigste Ursache von Komplikationen und einem Versagen der Prothese in relativ kurzer Zeit.

Wie läuft der Eingriff ab?
Die Robotik in der Endoprotethik unterstützt den Chirurgen in der Planung und Ausführung des Eingriffs.

So ermöglicht die Robotertechnik durch ein intraoperatives Simulationssystem eine ständige Kontrolle während der Operation, und zwar noch bevor die Knochenresektion durchgeführt und die Prothesenkomponenten platziert werden. Dies bringt wiederum den Vorteil mit sich, dass eventuelle Korrekturen noch während des Eingriffs möglich sind und nicht erst nach dessen Abschluss.

Dabei fängt die Zusammenarbeit zwischen Computer, Roboter und Chirurgen bereits lange vor der eigentlichen Operation an. So wird in einer ersten Phase ein virtuelles dreidimensionales Modell des Kniegelenks erstellt, dem die CT-Bilder des Patienten zugrunde liegen. In der zweiten Phase, jener des Eingriffs selbst, wird dieses Modell mit Hilfe zusätzlich durch eigens positionierte Sensoren gewonnener Daten validiert. So kann der Operationsverlauf noch angepasst werden, und zwar mit besonderem Fokus auf die Schaffung symmetrischer Räume für Beugung und Streckung (siehe Foto).

Um mit dem Roboter interagieren und die gelieferten Daten richtig interpretieren zu können, bedarf es großer Erfahrung von Seiten des Chirurgen. Erst wenn dieser alle Informationen bestätigt hat, werden die Daten für die Knochenresektion und die Positionierung der Prothese an den Roboter übertragen.

Die roboterunterstützte Methode weist dabei eine Reihe von Vorteilen auf: Sie ist minimalinvasiv, schafft ein perfektes Gleichgewicht im Sehnenapparat, ist hochpräzise und reproduzierbar. So kann nach einem Eingriff sogar die sportliche Aktivität wiederaufgenommen werden – wenn auch mit einigen wenigen Einschränkungen.

Teilprothese (einteilig, zweiteilig)
In Italien ist der erste roboterunterstützte endoprothetische Eingriff 2013 am C.O.R.E. (Centro di Ortopedia Robotica Europeo) an der S. Francesco-Klinik in Verona durchgeführt worden. Es war ein Eingriff zum Einsatz einer Teilprothese in einem Kniegelenk, die dann verwendet wird, wenn die Arthrose auf einen Teil des Gelenks beschränkt ist (monokompartimentelle Arthrose). Dank der neuen Technik konnte der Einsatz von Teilprothesen – bis dahin im Kniegelenk weitgehend beschränkt – enorm ausgeweitet werden, und zwar auf neue Indikationen und weitere Altersgruppen.

Der Vorteil für den Patienten liegt in einer endprothetischen Operation, die eine weit geringere Belastung darstellt und eine sehr viel schnellere Genesung ermöglicht, und zwar auch in jenen Fällen, in denen eine Abnutzung des zentralen Teils des Knies, des Femorotibialgelenks, besteht. Mit der neuen Technik kann auch dieser Teil ersetzt werden. In einem solchen Fall spricht man von einer zweiteiligen Prothese.

Vorteile für den Patienten
Ein teilweiser Knieersatz hat für den Patienten mehrere Vorteile. So ermöglicht die roboterunterstützte Chirurgie eine annähernd perfekte Präzision bei der Positionierung der Prothese, die nur die geschädigten Teile abdeckt. Dadurch kann gesundes Knochengewebe gerettet und auch die umgebenden Weichteile (Kapsel, Bänder, Muskeln) können erhalten werden. Dank der minimalen Größe der Fräse, die auf dem Roboterarm sitzt, kann der Eingriff über sehr kleine Hautschnitte erfolgen.

Für den Patienten hat dies eine besonders schnelle funktionelle Erholung zur Folge. So können die meisten Patienten schon nach 24 Stunden wieder gehen und auch der Bedarf an Schmerzmitteln ist auf einen kurzen Zeitraum beschränkt. Die Rückkehr ins Arbeits- und Beziehungsleben kann somit innerhalb weniger Wochen erfolgen.

Dank des Einsatzes von Frührehabilitationsprotokollen ist in 70 Prozent der Fälle kein längerer Klinikaufenthalt notwendig, es genügt ein Gymnastikprogramm, das bereits unmittelbar nach der Operation beginnt und unter Begleitung von Physiotherapeuten durchgeführt wird. Das Nutzen von Krücken ist nur in den ersten Tagen nach der Operation ratsam.

Das Fazit ist: Die robotergestützte Chirurgie hat die Knie-Endoprothetik noch einmal auf ein neues Level gehoben, immer öfter kann auf einen teilweisen Knieersatz (ein- oder zweiteilig) zurückgegriffen werden, sodass die Patienten noch stärker geschont werden können. Zugleich garantiert diese Methode auch beim Totalersatz in Fällen eines allgemein fortgeschrittenen Verschleißes oder bei markanten Fehlstellungen eine größere Präzision und Zuverlässigkeit. Dem Ziel, möglichst alle Patienten zufrieden zu stellen, kommt man so einen entscheidenden Schritt näher.